2020

Arinto Maceracao Diabolica

Arinto Maceracao Diabolica
32,50 € *
Inhalt: 0.75 l (43,33 € * / l)

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Hinweise auf Allergene und Lebensmittel-Informationen finden Sie im Steckbrief / der Beschreibung.
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Aus handverlesenen, von Mikrokaryoten beglückten Trauben aus Alenquer. Spontanvergoren, anschließend 613 Tage in französischer Eiche. Komplex und mit jedem Schluck changierend - wahrlich ein diabolischer Spaß!
2020 Arinto Maceração Diabólica Catarina Moreira und David Picard über die Entstehung des... mehr
Produktinformationen "Arinto Maceracao Diabolica"
Weinart Weißwein
Region Lisboa
Jahrgang 2020
Geschmack trocken
Inhalt je Flasche in Liter 0.750
Rebsorte Arinto
Alkoholgehalt 14.5 % vol.
Allergene enthält Sulfite
Weingut Adega Belém
Herkunftsland Portugal
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Moreira & Picard - Adega Belém, lda.
Anschrift:
Moreira & Picard - Adega Belém, lda.
Travessa Paulo Jorge 8
1300-444 Lisboa
PORTUGAL

Im Lissaboner Stadtteil Belém - Heimat der zuckersüßen pasteis de nata - erwarben David und Catarina nach ihrem gemeinsamen Önologiestudium eine alte Autowerkstatt, die sie über Jahre hinweg zu ihrem Weinkeller und Begegnungsort restaurierten. 2020 wurde erstmals die komplette Ernte dort gekeltert. Die weißen Trauben stammen überwiegend aus kleinen Parzellen des Stadtparks Monsanto (aber auch aus dem Hofgarten der nahegelegenen Universität); die roten aus der Sub-Region Alenquer, nördlich der Hauptstadt. Sie alle werden, wenn die Zeit reif ist, handverlesen. Sämtliche Weine werden spontan vergoren, bei behutsam kontrollierter Temperatur und einem Minimum an Intervention. Die fetzigen Etiketten stammen aus den Federn der Töchter Ana Lula und Sofia. Die Adega Belém steht interessierten Besuchern offen für Tours, Tastings oder einfach einen kleinen Imbiss.
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2020 Arinto Maceração Diabólica

Catarina Moreira und David Picard über die Entstehung des Maceração Diabólica:

"Wein aus der Arinto Traube, geerntet am 9. September 2020, ein Mittwoch. Wir waren zuvor letzmals freitags in der vorhergehenden Woche im Weingarten und hatten den darauf folgenden Mittwoch als Erntetag bestimmt.

Früh morgens fuhren wir mit Erntekisten beladen zum Weinberg. Der Schock beim Anblick der Reben: es sah alles sehr verfault aus. Die Trauben waren mehr braun-gelb und lila, als wie üblich grün. Dichter Nebel, Nieselregen und dunklen Wolken hatten über das Wocheende und den Wochenanfang Plize sprießen lassen. Wir rochen an den Perkeln, die unser Team schon seit Sonnenaufgang gepflückt hatte. Zumindest war da keine Spur von Essiggeruch. Die leichte Lila Farbe deutete auf Botritis hin. In einigen Gebieten des Rheingaus, der Mosel, in Sauterne und Kanada wird Botritis auf bestimmte Weinberge gespirtzt, um edelfaule Weine herzustellen. Der Pilz wandert dabei in die Traube hinein, ändert das chemische Profil und trocknet sie von innen nach außen aus.In der Bildsprache unserer Kinder ist es, wie wenn ein Einhorn vorbeifliegt und alles in Regenbogenfarben kleidet.

Nach kurzer Diskussion die Entscheidung: wir pflücken! Viele andere Weinbauern ließen in diesem Jahr die Beeren dieser Sorte im Weinberg hängen, ohne Wein zu machen. Mit unserem Team aus 12 Leuten säuberten wir dann den ganzen Tag lang Perkel für Perkel von den gröbsten Faulbeeren, und sammelten nur die gelben und lila-farbenen. Am Ende eines langen Tages kamen nur gut 600 KG zusammen, statt der erwarteten 2500 kg. Bei Dunkelheit erreichten wir unsere Kellerei in Belém.

Die Trauben entrappten wir und kühlten sie über Nacht auf 6 Grad Celcius herunter, um die Pilzaktivität zu stoppen. Am nächsten Morgen luden wir sie in einen großen Preßkorb und preßten sie sanft über mehrere Stunden aus. Der Saft fing dann nach wenigen Stunden in einem Stahltank an, spotan zu vergären. Wir sind große Fans der französischen Narurweintechnik, Hefevielfalt im Weinberg und Keller zu bewahrem --- nicht aus französischer Sturbürgelichkeit, sondern um dem Wein eine größere Komplexität und Characterstärke zu ermöglichen. Daher verwendeten wir selbst bei diesem recht extremen Wein keine schweflige Säure, die Bakterien und Hefen aus dem Weinberg abtöten würde.

Der Wein vergor bei anfänglich 15 Grad Celsius innerhalb von gut 10 Tagen. Nach nur zwei Tagen Vergärung war er sauber und entwicklete sehr rasch das typische Aromaprofil einer Edelfäule. Auf wundersame Weise hatten die Hefen aus faulen Beeren einen reinen Wein gemacht und damit das Rennen gegen die Essigbakterien gewonnen! Der Wein hatte eine leichte Amberfarbe und sehr gute Säurewerte, was ihm ein langes Alter und langsames Altern ermölichen würde. Daher kam er in zwei neutrale französische Eichenfässer, und verblieb dort 18 Monate.
Wir überlegten lange, wie wir ihn nennen sollen. Edelfäule, podridão nobre auf portugiesisch war nicht möglich, da es ein geschützer Ausdruck ist, nur in bestimmten Weinregionen erlaubt. So kamen wir auf Maceração Diabólica, sozusagen das Auslaugen von Aromen und Gerbstoffen aus den Trauben, nicht etwa durch den himmlischen Gott des Weines, Liber Pater, sonden den anderen Kerl aus der Unterwelt. Die Weinkommission der Region Lissabon hat sich lange schwergetan mit diesem Namen. Als dann bekannt wurde, daß wir genau 555 Flaschen dieses Weines erzeugt hatten, kam ein kurzer erleichterter Anruf der Zertifikationskommsssion: 555 sei doch die Zahl der Engel und somit wohl ein Zeichen höherer Eingebung! Der Name und das Etickett waren somit akzeptiert. Das Bild des Fisches stammt von Sofia, unserer jüngeren Tochter und drückt wunderbar die Aromatiefe, die Komplexität, und auch die Ambiguität dieses Weines aus."


download eines Artikels von "Wein+Markt" über den Maceração Diabólica Arinto 2020 von der Adega de Belém. [de / pdf / 127 kb]
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