Douro - die Quinta

Das portugiesische Wort Quinta bedeutet Land- bzw. Weingut und wird, wie überall im Land, auch am Douro verwendet. Was man sich unter einer Quinta vorzustellen hat, reicht von einer größeren Gartenlaube bis hin zu herrschaftlichen Landhäusern mit diversen Nebengebäuden. Die Fläche einer Quinta kann von einigen wenigen, bis zu mehreren hundert Hektar betragen. Selten ist jedoch alles mit Reben bestockt; oft findet man Zitrusbäume, Mandeln und Oliven. Einige alte Weinberge liegen auch - meist seit der Reblauskatastrophe - brach.
Auf vielen der rund 84.000 Weinberge im Douro produzieren die 30.000 registrierten Winzer Tafelwein und keinen Port. Und die, die Portwein produzieren, liefern häufig die Trauben, den Most oder fertigen Port an die Cooperativen und Shipper.
Einige Weingüter verfügen jedoch über Lagen, die ausgezeichneten Port hervorbringen. Diese Quintas, deren Weine z.T. auch als Single Quinta Vintages auf den Markt kommen, sind mit ihren charakteristischen Weinen den großen bordelaiser Chateaux vergleichbar. Fast alle dieser Quintas haben langjährige Kontrakte mit einem der großen Portweinhäuser oder wurden mittlerweile von diesen gekauft.
Eine solche Quinta - und um die soll es hier gehen - besteht zumindest aus drei Gebäude(teile)n:

Die Adega (portug.: Weinkeller) mit den Lagars, in denen das eingebrachte Lesegut gestampft wird und bis zum Abstoppen durch die Zugabe von Wein-Destillat gärt.
Der Armazém (portug.: Lagerhaus), der meist tiefer als die Adega liegt und ein Faßlager beherbergt.
Der Wohnbereich, der oft über dem Armazém liegt, um diesen möglichst kühl zu halten

Weitere Gebäude oder Gebäudeteile können Unterkünfte für Saisonarbeiter und Besucher sein. Oft finden sich auch Ställe und andere landwirtschaftliche Gebäude.

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